Muhammad-Ali-Moschee (Alabastermoschee)

Osmanische Moschee, die die Zitadelle krönt

Muhammad-Ali-Moschee (Alabastermoschee)

Typischer Besuch: 45 Min.

Epoche: 1830 · Osmanisch

Die mit Alabaster verkleidete osmanische Moschee, deren Kuppeln und Zwillingsminarette Kairos Zitadelle krönen.

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Fotos

Muhammad-Ali-Moschee (Alabastermoschee) — 2
Muhammad-Ali-Moschee (Alabastermoschee) — 3

Überblick

Die Moschee, die Kairos Silhouette bestimmt. Muhammad Ali ließ sie zwischen 1830 und 1848 auf dem höchsten Punkt der Zitadelle errichten — in osmanisch-kaiserlicher Manier statt in der lokalen mamlukischen: eine große Zentralkuppel, umringt von Halbkuppeln, und zwei bleistiftschlanke Minarette von über achtzig Metern, eine Form aus Istanbul und in Ägypten völlig neu.

Die unteren Wände sind mit hellem Alabaster aus Beni Suef verkleidet — daher der geläufige Name. Innen entsteht ein einziger weiter, ungeteilter Raum, behängt mit Hunderten kleiner Lampen in konzentrischen Ringen; keine Pfeiler unterbrechen ihn, und der Schall trägt durch die ganze Breite.

Im Hof

An der Westseite steht eine verzierte Turmuhr aus Eisen in vergoldetem Gehäuse — ein Geschenk König Louis-Philippes von Frankreich aus dem Jahr 1845, im Tausch gegen den Luxor-Obelisken, der heute auf der Place de la Concorde steht. Sie wurde bei der Lieferung beschädigt und ging, so heißt es übereinstimmend, seither nie richtig. Über diesen Tausch machen Ägypter bis heute denselben Witz.

Geschichte & Hintergrund

Muhammad Ali kam als osmanischer Offizier nach Ägypten und verließ es als Begründer einer Dynastie. Diese Moschee baute er zum einen als Denkmal für seinen früh verstorbenen Sohn Tusun, zum anderen als Ansage: Die Architektur weist nach Istanbul, nicht auf die mamlukische Stadt darunter — und sie steht auf der Zitadelle, wo ganz Kairo sie ansehen musste.

Er ist im Inneren bestattet, in einem Grabmal aus weißem Marmor hinter einem Bronzegitter rechts vom Eingang.

Bauen auf Ruinen

Um Platz zu schaffen, ließ er abreißen, was von den Mamlukenpalästen auf der Kuppe übrig war, darunter Bauten aus dem 14. Jahrhundert. Es war derselbe Instinkt, der seine ganze Regierung prägte: schnell modernisieren und nicht bewahren, was im Weg steht.

Eine schwierige Kuppel

Statisch war die Moschee fast von Beginn an fehlerhaft. Schon nach Jahrzehnten zeigten sich Risse in den Kuppeln, und eine große Restaurierung in den 1930er-Jahren unter König Fu'ad erforderte, die Innendekoration abzunehmen und neu aufzubauen. Was Sie über sich sehen, ist im Wesentlichen diese Rekonstruktion nach dem ursprünglichen Entwurf.

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